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W M Architekturkritik / Mélanie van der Hoorn

1.02.2018

In diesem Seminar geht es um die Frage, was das Medium „Film“ für die Architektur bedeuten kann. Inwiefern erlaubt dieses Medium uns, Architektur auf einer zugänglichen, effizienten und herausfordernden Art und Weise zu kommunizieren? In der Werbebranche gilt Architektur als wirksames und attraktives Motiv: oft werden berühmte oder auch anonyme Architekten und/oder ihr Oeuvre eingesetzt um eine Vielzahl an Produkten wie Autos, Parfum, Eis, Tee oder Bier zu bewerben. Wenn es aber darum geht die eigenen Entwürfe zu promoten, sind Architekten im allgemeinen nicht so selbstbewusst – lange Zeit galt Werbung in der Architektur sogar als tabu. In diesem Seminar werden wir uns einer großen Vielfalt an kreativen Architekturfilmen widmen. Die meisten sind in den letzten zehn Jahren entstanden, seit technologische Entwicklungen einem breiteren Publikum den Zugang zur erforderlichen Soft- und Hardware ermöglicht haben. Wir werden aber auch bis in die 30er Jahre zurückgehen um uns einige Vorläufer anzuschauen. Manche dieser Filme sind als Architekturanimationen entstanden, manche sind eher kommerziell orientiert, andere eher künstlerisch-experimentell, wieder andere haben einen eher didaktischen Ansatz. Was sie allerdings alle gemeinsam haben, ist, im Vergleich zu reinen Architekturanimationen, dass dem narrativen Aspekt eine viel größere Bedeutung beigemessen wird und dass in all diesen Beispielen versucht wurde nicht nur die Architektur an sich, sondern auch aus den unterschiedlichsten Perspektiven, die Geschichten „hinter“ der Architektur zu zeigen und zu erzählen.

 

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